Kilimanjaro - Uhuru Peak

Gipfel : Gilman´s Point 5681m / Stella Point 5739m / Uhuru Peak 5895m 

Gipfelstürmer : Hias, Axel

GPSies - Kilimanjaro

Tourenbeschreibung :

8. Tag

Nach der Grenzüberquerung in Loitokitok kamen wir nach ca. einer halben Stunde am Nalemoru Gate auf 2020m an. Hier warteten bereits die neuen Träger und Guides für die Kilimanjaro Besteigung. Jetzt geht es also endlich los zu unserem Hauptziel.

 

 

Vorher gab es auch noch ein Lunchpaket ... wenn man Hunger hat geht alles Winken

 

Die Nalemuru oder auch Rongai Route is eine der kürzesten Routen direkt auf den Kilimanjaro. Bis zum ersten Camp folgen wir auch dieser Route um dann zur besseren Akklimatisierung Richtung Mawenzi auf die Kikelewa Route abzubiegen.

 

Hier im weniger frequentierten Norden gibt es auch kein richtiges Gate so wie im Süden. Es gibt nur ein paar Hinweisschilder die auf die Gefahren am Berg hinweisen. 

 

 

Und dann ging es auch schon los, hinein in einen Pinienwald.

 

Vorbei an einem kleinen Kiosk.

 

Ab hier führt ein gut befestigter Weg weiter in den Bergregenwald. Da hat sich jemand richtig Arbeit gemacht. Ganz anders als in Kenia könnte man hier auch bei schlechtem Wetter sehr gut den Berg hochlaufen.

 

Nach ein paar Kilometern verlässt man den Regenwald wieder und wandert im Moorland weiter...

 

... bis man ins Sekimba Camp auf 2700m kommt, wo unsere Zelte bereits aufgebaut waren.

 

9. Tag

Am nächsten Morgen ging es dann zeitig los Richtung Kikelewa Camp. Wieder durch das Heide- und Moorland.

 

Auf der Route kommt man auch an den Rongai-Höhlen vorbei die der Route ihren Namen gaben. Früher haben die Erstbesteiger und später auch immer wieder Träger in den Höhlen übernachtet. Dies wurde aber mit der Zeit verboten, da es immer wieder vorkam dass Leute darin erfroren sind.

 

 

An der zweiten Höhle wurde uns dann unser Mittagessen serviert. Hier konnten wir dann auch erstmals die Sonne richtig geniessen, da wir die ziemlich dichte Wolkendenke die über der Steppe liegt hinter uns gelassen haben.

 

Danach zweigt dann der Weg ab Richtung Mawenzi und dem heutigen Tagesziel, dem Kikelewa Camp.

 

Nach einem relativ langen "Hatscher" erreichten wir dann am späten Nachmiitag das Kikelewa Camp auf 3650m.

 

Eine guter Platz für tolle Bilder. Zum Einen die Abendstimmung.

 

Tag. 10

Oder auch am frühen Morgen der Sonnenaufgang über der kenianischen Steppe. Dort unten im Tal befindet sich der Amboseli Nationalpark.

 

Heute sahen wir auch erstmals den Kilimanjaro in voller Pracht. Bis jetzt hat er sich immer hinter dichten Wolken versteckt.

 

Doch erstmal müssen wir noch weiter Richtung Mawenzi zum Mawenzi Tarn Camp aufsteigen.

 

Diese Etappe war relativ kurz und es waren auch nur knapp 700Hm Aufstieg. Das Camp liegt auf 4330m an einem kleinen See, der auch der einzige am ganzen Kilimanjaro-Massiv ist.

Der See wird von keinem Bach gespeist, dementsprechend hat auch das Wasser ausgesehen. Micropur sei Dank, bekamen wir hier keine größeren Probleme Winken

 

Wir hatten aber wieder genug Zeit um weitere tolle Fotos zu schiessen Cool

 

11. Tag

Am Tag darauf starteten wir auch schon zur letzten Etappe vor der Gipfelbesteigung. Die Weg führt über das wüstenähnliche Hochplateau zu Kibo Hut. Immer mit unseren Ziel vor Augen.

 

Und das Ganze bei herrlichem Wetter. Teilweise war der Himmel absolut wolkenlos.

 

Auf ca. der Hälfte der Strecke liegen noch ein paar Trümmerteile eines angestürzten Fliegers rum. Unser Bergführer Eli hatte sichtlich Spass damit.

 

Nach einer kurzen Rast bei der Kibo Hut machten wir noch einen kleinen Spaziergang zur besseren Akklimatisierung ("go high, sleep low"). Von hier hatte man wieder einen tollen Blick auf dem Mawenzi und die heute zurückgelegte Strecke.

 

Hier noch das Zeltlager bei der Kibo Hut auf 4750m. An der Kibo Hut treffen dann die Kikelewa und Marangu ("Coca Cola") Routen zusammen. Somit war hier schon deutlich mehr los wie in unseren bisherigen Camps. Wenn man sieht wie fertig hier die Leute teilweise ankommen, merkt man wie wichtig eine gute Akklimatisierung ist. Die Mt. Kenya Tour und das brave "Pole, Pole" der Führer machte sich bezahlt. In unserer Gruppe waren alle top fit und fühlten sich bereit für den Gipfel.

 

Auch zum Posen waren noch genügend Kräfte vorhanden Cool

 

Tag. 12

Um 12 Uhr nachts war es dann soweit. Nach einer sehr kurzen Nacht mit ziemlich wenig Schlaf ging es los zum Gipfel. Die Vorgabe der Führer war bis zum Gipfel nicht zu fotografieren, jeder sollte sich auf den Aufstieg konzentrieren und gegen die Kälte und Erschöpfung ankämpfen. Es war auch wirklich bitter kalt, in der dünnen Luft merkt man das noch viel extremer wie unten. Der Weg führte bereits am Gilman´s Point und Stella Point vorbei bis zum Hauptgipfel dem Uhuru Peak. Man musste praktisch oben am Kraterrand den halben Krater umrunden.

Als aber dann am Gipfel gegen 6:30 Uhr die Sonne aufging waren alle Strapazen vergessen.

 

Wir haben es geschafft! Hias und Axel am höchsten Punkt Afrikas, dem Uhuru Peak 5895m.

Unser erster "Seven Summit" Cool

 

Noch ein Bild mit den Guides auf dem ehemals höchsten Berg Deutschlands, der Kaiser-Wilhem-Spitze (bis 1918)

 

Ein beeindruckendes Schauspiel wie sich der Schatten des Kibo über der Mt. Meru schiebt.

Auch die Eiskristalle sind gigantisch, sieht aus wie wenn das Eis aus dem Boden wachsen würde. Das Ganze nennt sich dann "Büßereis".

 

Dann ging es langsam wieder zurück über den Kraterrand.

 

Ein Blick über den Krater.

 

Jetzt konnten wir auch den Stella Point fotografieren.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite leuchteten die Stufengletscher unter der aufgehenden Sonne.

 

Der Axel beim Gilman´s Point. Ab hier geht es dann wieder runter zur Kibo Hut.

 

Nochmal ein Blick zurück Richtung Uhuru Peak. Hier links herum am Kraterrand führt der Weg hinauf.

 

Einer der Guides, Mr. "Good Luck"

"You are welcome, we are now at Uhuru Peak 5898m above sea level. Take a lot of pictures! You did a good job"  Cool

 

Nach dem Abstieg gab es noch ein kleines Frühstück im Zelt. Danach packten wir schnell alles zusammen und machten uns auf zur Horombo Hut. Nochmal ein weiter weg durch die Steinwüste.

 

Und immer wieder der Blick zurück zum Kilimanjaro. Nun sieht man auch die Südseite mit den großen Gletschern. Langsam kommt man auch wieder in die Vegetationszone.

 

Die Lager hier an der Südseite sind schon um einiges größer. Auch die Menge an Leuten die uns entgegen gekommen sind zeugt davon, dass dies wirklich die Hauptaufstiegsroute ist.

Die Horombo Hut befindet sich immer noch auf 3720m.

 

13. Tag

Nach der letzten Nacht am Berg gab es am nächsten Morgen die Verabschiedung von den Guides, Trägern, Köchen usw. Ohne diese Truppe wäre die Tour einfach nicht möglich gewesen.

Zum Abschluss sangen und tanzten Sie auch nochmal zu den typischen Bergliedern "Jambo Bwana" und "Kilimanjaro".

 

Anschließend mussten wir aber trotzdem noch 2 Aufstiegsetappen absteigen. Auf dem Weg zur Mandara Hut ging es vom Moorland wieder weiter hinein in den Regenwald.

 

Faszinierend die mit Flechten verwachsenen Bäume.

 

Es gab also wieder genug zum fotografieren Winken

 

Nicht mehr weit bis zur Mandara Hut.

 

Langsam tauchten wir wieder in dichteren Regenwald ein.

 

An der Mandara Hut gab es dann unser letztes Essen am Berg.

 

Dann weiter durch den Dschungel zum Marangu Gate.

 

Hier gab es dann auch wieder ein paar Affen die in den Bäumen rumturnten.

 

Geschafft, Hias am Ausgang des Nationalparks am Marangu Gate auf 2700m.

 

Hier gibt es ein paar Schautafeln, zB. mit Hans Meyer dem Erstbesteiger von 1889.

 

Das haben wir uns aber nicht alles durchgelesen Winken

 

Mit dem Bus ging es dann weiter zur Kigongoni Lodge wo wir abends dann auch mal mit einem eisgekühlten"Tusker" Bier unseren Gipfelerfolg feiern konnten.

 

 

Die haben wir uns mal so richtig verdient! Und es haben auch alle geschafft, das ganze Team war am Uhuru Peak.

 

 

Fazit:

Definitiv das Highlight in unserer Bergsteiger Karriere. Der Kilimanjaro ist zwar im Grunde ein reiner Wanderberg, jedoch darf man die Höhe auch nicht unterschätzen. Aus diesem Grund würden wir auf jeden Fall eine Vorbereitungstour zum Mt. Kenya oder zum Mt. Meru empfehlen. Bei uns in der Gruppe hatte keiner größere Schwierigkeiten und alle konnten somit den Gipfel erreichen. Wer weiß wie es bei einem direkt Aufstieg ausgesehen hätte. Durch die Nord - Süd Überschreitung des gesamten Massivs hatten wir auch die Möglichkeit verschiedene Routen kennen zu lernen, dies sorgte auch dafür dass keine Langeweile aufkam. Und zum fotografieren und schauen gibt es jeden Tag genug. Im Nachhinein ist die Zeit schon verdammt schnell vergangen. 

 

Vielen Dank auch nochmal an die Truppe, hat wirklich Spass gemacht mit Euch! Hoffentlich sieht man sich mal wieder auf andern Bergen Cool

Ein ganz besonderer Dank geht auch noch an Bernhard für die vielen tollen Fotos!